Kirchtalhof, Aidlingen

Die weißen Rinder gehören schon zum Landschaftsbild am Venusberg.
Thomas Rott bewirtschaftet mit seiner Frau den Kirchtalhof direkt unterhalb des bekannten Naturschutzgebietes bei Aidlingen. Herr Rott erklärt gerne, warum er sich für die Haltung dieser bei uns recht seltenen Rinderrasse entschieden hat: Die Kunden schätzen das marmorierte und besonders schmackhafte Charolais–Fleisch. Zudem eignet sich die Rasse gut für die „Mutterkuhhaltung“.

„Jede Kuh ist doch Mutter“ werden einige Kinder sagen: Die Rotts erklären gerne, welche Unterschiede es bei der Haltung von Kühen gibt: Bei der üblichen Milchviehhaltung werden die Kühe von den Menschen gemolken – und in der Mutterkuhhaltung eben nicht. Die Kälber bleiben bei der Mutter auf der Weide oder im Laufstall und saugen, bis sie ca. 9 Monate alt sind. Für den Betrieb ist das weniger Arbeit – und so bleibt Zeit, sich um die anderen Tiere auf dem Hof – oder um die Verarbeitung der eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnisse zu kümmern. Im Hofladen wird die Wurst verkauft, die ein Metzger aus dem Fleisch der Tiere zubereitet. Zudem gibt es Nudeln, Kartoffeln und Eier aus Bodenhaltung im Angebot.

Die Rinder halten durch die Beweidung die Flächen im Landschaftsschutzgebiet offen. Manche steilen oder empfindlichen Flächen sollen allerdings nur von Schafen beweidet werden, denn die sind leichter und verursachen keine Trittschäden. Das ist mit dem Naturschutz so vereinbart – und leuchtet jedem ein, der einmal Kühe zur Weide getrieben hat.

Rings um den Kirchtalhof schnattert es und gackert es auf den Weiden – auf den Herbst hin sieht und hört man eine Gänse- und Putenschar. Nach „Martini“ im November wird es bereits ruhiger, nach Weihnachten ist es dann ziemlich still im Gänsestall. Das Federvieh frisst außer den Kräutern und dem Gras auf der Wiese eine ganze Menge. Meist Getreide, das auf den eigenen Feldern angebaut wird. Welche Getreidearten sind für die Tiere bestimmt, welche zum Backen, welche zum Bier brauen? Der Anbau dient nicht nur den Tieren als Futter oder uns Menschen zur Ernährung – die nachwachsenden Rohstoffe können auch zur Gewinnung von Strom und Wärme genutzt werden. Mit der Biogasanlage des Kirchtalhofs können ca. 800 Haushalte jährlich mit Energie versorgt werden.

Betriebsdaten

Betriebsfläche: ca. 120 ha

Außenwirtschaft: Wi-Weizen, Zuckerhirse, Triticale, Hafer, So-Gerste Silomais, Kartoffeln, Kürbis, Blumen, Ackerfutter
Grünland: Wiesen, Weiden, Streuobstwiesen
Tierhaltung: 60 Mutterkühe, 55 Kälber, 15 Jungrinder, 3 Bullen, 20 Schafe, 6 Schweine, Gänse, Puten, Hühner

Themen

  • Tiere im Stall und auf der Weide
  • Ökologie
  • Lebensmittelverarbeitung
  • Kulturpflanzen

Besonderheiten

  • Vielseitige Tierhaltung
  • hofeigene Verarbeitung
  • landwirtschaftliche Direktvermarktung,
  • Landwirtschaft und Landschaftspflege im Landschaftsschutzgebiet
  • vielseitiger jahreszeitlicher Arbeitskalender

Anfahrt

www.bauer-rott.de
71134 Aidlingen, Bus- und Bahnhaltestelle Aidlingen, HS katholische Kirche, Fußweg zum Hof ca. 1,3 km

Kontakt und Förderung

Sie interessieren sich für eine Förderpatenschaft?

> Zum Kontakt

> Direkt zum Förderantrag