So ein Schrott!

Etwa 110 Helfer putzten den Max-Eyth-See in Stuttgart. 23 Taucher bargen Fahrräder, Autoreifen, Grills, Schrott, Plastikstühle und eine Tasche Diebesgut. Da staunten die Vertreter Wolfgang Reiter und Andreas Hofer, die eine Spende überbrachten.

L et's Putz Max-Eyth-See!“

Let’s Putz Max-Eyth-See!“ Mit diesem Schlachtruf starteten rund 110 Taucher und Helfer, darunter auch 70 Anwohner sowie Fünftklässler der Jörg-Ratgeb-Schule plus Fördervereine, eine der größten Wasser-Reinigungs-Aktionen Stuttgarts. Nach 20 Jahren wurde der 17,3 Hektar große und nur zweieinhalb Meter tiefe See, dessen Ufer und Spazierwege an Sommerwochenenden hunderte Ausflügler anziehen, endlich mal wieder entrümpelt. Dass hier auch die Allianz half, wurde laut beklatscht. Vertreter Wolfgang Reiter, sein Sozietätspartner Andreas Hofer und deren Kundenbetreuer Cihan Akin sowie Ümüt Kalyoncu übergaben einen überdimensionalen Scheck an die Helfer – mit einer 2250-Euro-Spende der Agentur sowie des Allianz Umweltstiftungs-Projektes „Blauer Adler“. Reiter, der oft seine drei Runden um den See joggt, hatte vom Großputz über die Taucherin und Allianz Vertriebsmitarbeiterin Brigitte Czempiel erfahren. Er erzählt: „Wir als Vertreter waren gleich begeistert und wollten den Putztag fördern. Gemeinsam mit der Allianz Umweltstiftung sponserten wir die dafür dringend nötigen Anschaffungen.“ Dazu gehörten zum Beispiel schnittfeste Tauch-Handschuhe, Pressluftflaschen, Bojen, Netze sowie ein Imbiss für alle Ehrenamtlichen. Reiter betont: „Mir persönlich war das Engagement sehr wichtig, weil ich in diesem Naherholungsgebiet so gern eine kleine Auszeit nehme.“ Sich lokal in den Stadtbezirken Mühlhausen und Münster zu engagieren, ist beiden Vertretern wichtig und werde über die Regionalzeitungen von Kunden durchaus wahrgenommen und gelobt.

Kurz-Krimi um geheimnisvolle Tasche

Fast fünf Stunden suchten 23 erfahrene Taucher der Tauchsportabteilung des Polizeisportvereins (PSV) Stuttgart und des Uni-Tauchclubs Manatees die Uferzonen des Landschaftsschutzgebietes nach Müll und Schrott ab. Nicht ungefährlich – da die Sicht im See sehr schlecht ist – aber erfolgreich. Bald stapelten sich zehn Einkaufswägen, vier Fahrräder, ein Satz Autoreifen, Stühle oder vermoderter Schrott aufeinander – und verbreiteten einen üblen Gestank. Worüber Vertreter und Taucher besonders staunten? Im See wurde auch eine schwarze Tasche gefunden, die mit Steinen beschwert war. Ein wenig Kribbeln und Krimi für alle – bis der Reißverschluss geöffnet wurde. „Pässe, Uhren, Geldbeutel, Ausweise kamen zum Vorschein. Diebesgut. Alles wurde der Polizei übergeben“, berichtet Reiter. Sein Fazit: Die „Müll-Inventur“ hat sich gelohnt. Reiter: „Es sollte öfter als alle zwei Jahrzehnte ,klar See’ gemacht werden. Wir würden auch wieder mithelfen.“